März - der wahre Jahresanfang

 

 

Am 1. März  ist nicht nur  meteorologischer Frühlingsanfang, sondern auch der wahre Jahresbeginn. Denn jetzt, da die Natur zu neuem Leben aufblüht – Schneeglöckchen, Winterlinge, Krokusse und Primeln sind schon munter, Märzveilchen gesellen sich dazu  –  beginnt der Zyklus der Jahreszeiten und somit das Jahr.

 

Schon im  alten Rom  vorchristlicher  Zeitrechnung  war der März  der erste Monat im Jahr.    Er war dem Mars geweiht, der nicht nur als Kriegsgott verehrt wurde, sondern auch als Gott der Vegetation. Die römische Namensgebung auch weiterer Monate weist auf den März als ersten Monat hin, so war der September der siebte Monat (septem = sieben), der Oktober der achte Monat (octo = acht), der November der neunte Monat (novem = neun) und der Dezember der zehnte Monat (decem = zehn). Erst im Jahr 153 v. Chr. wurde der Anfang des Kalenders auf den Januar (ianuarius = Eingang) verlegt.    Da der zu Cäsars Ehren nach seinem zweiten Vornamen Julius benannte Monat Juli 31 Tage zählt, soll Kaiser Augustus, der den Monat August nach sich benennen ließ, ihm nicht hinterherstehen gewollt haben, weil sein Monat nur 30 Tage zählte – Die Tageszahl der Monate wechselte nämlich damals gleichmäßig von 31 zu 30 – und angeordnet haben, daß sein Monat auch 31 Tage zählt. Den zusätzlichen Tag soll er vom Februar abziehen lassen haben, dieser zählt seitdem 28 Tage. Der Februar hatte vorher in jedem Jahr 29 Tage. Der 30. Tag war schon früher wegen der Schaltzeit abgezogen worden, weil der Februar der letzte Monat im Jahr war. Er war der Reinigung gewidmet – februare = reinigen – bevor mit dem März das neue Jahr anfing.

 

März 2011

 

 2. Absatz - Literaturnachweis: Wikipedia

 

 

 

 

 

 

Über Figuren- und Bilderkerzen, Motivfußmatten und eine ähnliche Verwerflichkeit

 

 

Sicherlich  gibt es wichtigeres  an Mißständen  zu kritisieren,  allerdings fan-gen diese  bei Kleinigkeiten an  und  es gilt:  Wie im Kleinen  so im Großen.

KZ-Tierhaltung, Umweltzerstörung, Kamikazewirtschaftswachstum und mediale/digitale Massenverblödung sind also nicht das Thema, sondern Kleinigkeiten, deren Zweckentfremdung nur vielen noch nicht klarwurde.

 

Kerzen  sind nützlich  und  meistens schön,  auch Kerzen  in  Form  von be-stimmten Figuren. Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit besteht eine große Auswahl: Tannenbäumchen, Lebkuchenhäuschen, Fliegenpilze, Schneemänner und Weihnachtsmänner. Ich besitze solche Kerzen, nur mag ich sie nicht anstecken, weil ich ansonsten miterleben würde, wie beispiels-weise dem Weihnachtsmann zuerst der Kopf schmilzt und irgendwann nur noch die Beine dastehen, bevor diese geschmolzen sind. Also habe ich eine Sammlung an Figurenkerzen, die ich geschenkt bekommen habe, und lieber so aufstelle. Das mag übertrieben sensibel wirken. Wie ist es aber mit Ker-zen mit Bildern von heilig gesprochenen oder realen Menschen darauf? Es gibt Kerzen mit einem Bild des vorigen Papstes darauf. Mag man von ihm halten, was man will, darum geht es nicht. Aber wird dabei nicht besonders klar, was ich meine, wenn man sich vorstellt, wie ihm zuerst die Kappe schmilzt, dann das Gesicht und so weiter?

 

Und wie ist es  mit Fußmatten  mit Tieren und Pflanzen als Motiven darauf? Auch hier geht es eine Nummer krasser. Es gibt Fußmatten zu kaufen mit Engeln als Motiven darauf – auch noch der Ausschnitt eines berühmten Gemäldes von Michelangelo! Und auf deren Abbildung wird sich dann der Straßendreck von den Schuhen abgetreten. Wer das für übertrieben hält, stelle sich Fußmatten mit Motiven von seinen Familienangehörigen oder Haustieren darauf vor; so etwas kann man sich anfertigen lassen wie persön-lich bedruckte Textilien. Das würde wohl die meisten abstoßen, weil da eine Grenze überschritten ist; nur wo sollte diese anfangen?

 

Mies sind auch Klodeckel und Klobrillen mit Unterwasserlandschaften samt Meeresbewohnern als Motiven darauf. Da wird sich dann mit dem nackten Hintern auf die Abbildungen von Fischen gesetzt; wenigstens landet das `Geschäft´ nicht auf ihnen. Im Übrigen, welcher Zusammenhang besteht zwischen einem Klosett und dem Meer, nur weil die Spülung mit Wasser betrieben wird? Dann besser Klodeckel und Klobrillen mit Stacheldraht-motiv wählen. Gibt es auch.

 

                                                                                             November 2013